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Zum Thema: Wenn die Schulter zwickt dann steckt oft ein sogenanntes Schulterengpass-Syndrom dahinter
von Dr. med. Armin Wald, Orthopäde und Operateur in der Metropol Medical Clinic.

Das Schulterengpass-Syndrom (englisch: Impingement-Syndrom) ist eine Verengung des Raumes zwischen Schulterdach und Oberarmkopf, die mit einer Schleimbeutelreizung und im weiteren Verlauf mit einer Schädigung der Rotatorenmanschette einhergehen kann.

Der von Natur aus sehr enge Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf birgt wichtige Strukturen für die Funktionen des Schultergelenkes. Da der Kopf des Oberarmknochens nicht kreisrund ist, verengen Abspreiz- oder Überkopfbewegungen des Armes diesen Raum zusätzlich, so dass schon geringe Veränderungen in diesem Bereich zu schmerzhaften Beschwerden führen können.

Es gibt aber auch anatomisch angeborene Bedingungen, die sehr häufig zu einem Schulterengpass-Syndrom führen. So leiden fast 80% der Menschen mit einem bogenförmigen Schulterdach an einem Schulterengpass-Syndrom. Die ersten Symptome entstehen durch eine Reizung des Schleimbeutels, der zwischen Schulterdach und Oberarmkopf die Sehnen der Rotatorenmanschette schützt. Dies führt tagsüber zu Bewegungsschmerzen beim Abspreizen und Drehen des Armes. Ganz typisch für das Schulterengpass-

Syndrom sind nächtliche Schulterschmerzen. Denn während tagsüber die Schwerkraft den Arm in Richtung Boden zieht, wird der Oberarmkopf nachts durch den Zug der Muskeln gegen das Schulterdach gedrückt. Das Schulterengpass-Syndrom beginnt oft mit kurzen Episoden und kann Monate oder Jahre dauern. Neben Schmerzphasen gibt es auch immer wieder beschwerdefreie Intervalle.

Bleibt das Engpass-Syndrom unbehandelt, kann eine Druckschädigung der Rotatorenmanschette mit der Folge eines Sehnenrisses an der Schulter eintreten. Lässt sich die Symptomatik mit konservativen Maßnahmen nicht therapieren, ist der operative Eingriff angezeigt. Ziel der operativen Behandlung ist das Wiederherstellen des freien Gleitens der Sehne unter dem Schulterdach, um das vollständige Reißen der Sehne zu verhindern.


Kontakt unter:
Dr. med. Armin Wald
Orthopäde und Operateur
in der Metropol Medical Clinic
am Elisabeth-Selbert-Platz 1 in Nürnberg

www.mmc-nuernberg.de