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Was ist Hüftarthrose?

Von Dr. med. Jonas Gehr,
Orthopädie im Metropol Medical Center Nürnberg
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Die Hüftarthrose, oder auch Coxarthrose genannt, ist das Endstadium einer Verschleißsituation am Hüftgelenk, bei welcher der ursprüngliche Knorpel eines oder beider Gelenkpartner irreversibel zerstört wurde. Die Arthrose des Hüftgelenkes unterscheidet in 80% eine primäre Form ohne erkennbare Ursache, in den restlichen 20% findet man angeborene Entlungsstörungen, Gelenkerkrankungen im Wachstumsalter (z. B. Morbus Perthes), altersunabhängige Gelenkerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (z. B. Gicht), Überlastungsschäden oder Unfallfolgen.

Die Ursachen für die Arthrosentwicklung sind Bauform („biomechanische Qualität“), genetische Faktoren („Materialqualität“) und Lebensstil („Materialbelastung“). Hüftarthrose äußert sich mit Beschwerden wie dem eingeschränkten Abspreizen und Heranführen des Beins gefolgt von Einschränkung der Beugung, Anlauf- und Belastungsschmerzen und Einschränkung der Gehstrecke. Der Verlauf macht sich in Wellen mit zeitweiser Besserung bemerkbar, eine  Einschränkung der allgemeinen Aktivitäten ist die Folge, was letztendlich in einem hinkenden Gangbild endet.

Eine lange bestehende Arthrose kann zur Kapselschrumpfung, Muskelminderung und Zerstörung des Prothesenlagers führen. Ist eine Arthrose erst einmal eingetreten, ist sie nach heutigem Kenntnisstand nicht heilbar. Schlussendlich ist das Einsetzen eines künstlichen Gelenkes der Weg zur Schmerzfreiheit, zur Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit und zur Verbesserung der Lebensqualität.


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PD Dr. med. Jonas Gehr,
Orthopädie im Metropol
Medical Center Nürnberg

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